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Zucht & Aufzucht
Die Zucht von Betta splendens ist eigentlich ganz einfach, so lange man nicht in die Hochzucht einsteigen will. Trotzdem sind gewisse Vorbereitungen erforderlich, um die Nachzuchten groß zu bekommen.
Man setzt ein P ärchen nach Wahl in ein dicht bepflanztes 54 Liter Aquarium. Ein paar Schwimmpflanzen einbringen oder ein Stück Styropor auf die Wasseroberfläche legen, als Nestbauhilfe. Das Männchen wird so gleich um das Weibchen balzen, indem es die Flossen und Kiemendeckel aufstellt und imponiert. Im Zuge des Balzens werden auch einige Attacken von beiden Geschlechtern folgen, wodurch die Flossen oft beschädigt werden. Diese wachsen aberin der Regel wieder nach. Dann wird das Männchen mit dem Bau eines Schaumnest beginnen, meist unter dem Styropor oder den Schwimmpflanzen, manchmal auch ohne Nestbauhilfe.
Ist das Nest fertig, folgt die Verpaarung mit der Eiablage. Erst sind es nur Scheinpaarungen, sozusagen zum üben. Das Männchen umschlingt dabei das Weibchen, dabei dreht sich das Weibchen mit dem Bauch nach oben. In dieser Stellung verharren beide ein paar Sekunden, dabei liegen die Geschlechtsöffnungen in etwa übereinander.

Die Befruchtung der Eier findet extern statt, d.h. im Wasser. Dazu geben beide Partner ihre Geschlechtprodukte in etwas zur gleichen Zeit ab. Danach verlässt das Männchen die Laichstarre und beginnt sofort mit dem Aufsammeln der Eier, während das Weibchen noch ein paar Sekunden in der der Laichstarre verharrt. Die Eier werden vom Männchen ins Maul genommen und unter das Schaumnest gebracht, wo er sie dann ins Nest spuckt. Dabei werden die Eier mit einem Sekret versehen, so dass diese auch im Nest hängen bleiben. Nicht befruchtete Eier werden vom Männchen verspeist. Oft hilft auch das Weibchen mit die Eier aufzusammeln und ins Nest zu spucken. Die Paarungsakte wiederholen sich etwa alle 2 bis 5 Minuten, wobei die gesamte Verpaarung über mehrere Stunden dauern kann. Nicht befruchtete Eier dienen als Nähreier und werden vom Männchen gefressen. So kann er seinen Hunger stillen und frisst in der Regel die befruchteten Eier nicht.

Nach dem Laichakt sollte das Weibchen entfernt werden, da es sonst immer wieder versuchen wird die Eier zu fressen. Das Männchen beginnt nun mit der Brutpflege. Je nach Wassertemperatur dauert es zwischen 24 und 48 Stunden bis die Jungen schlüpfen. Danach übernimmt das Männchen noch bis zu drei Tage (in seltenen Fällen auch bis zu 5 Tagen) die Brutpflege. Nachdem die Brutpflege beendet ist, sollte auch das Männchen heraus gefangen werden, denn auch er wird bald seinen Jungen nachstellen.
Die Jungen ernähren sich die ersten 2-3 Tage vom Dottersack und können danach mit Infusiorien, Flüssig- oder Staubfutter oder frisch geschlüpften Artemianauplien gefüttert werden.

In der Hochzucht werden die Verpaarungen auf unterschiedlichste Arten herbei geführt. Einige Züchter verwenden so genannte Cleanbecken. Das sind kleine Aquarien ohne Bodengrund und Bepflanzung. Lediglich ein paar Schwimmpflanzen können vorhanden sein.
Einige verwenden in den Cleanbecken Lufthebefilter, andere verwenden gar keinen Filter.
Andere verpaaren die Fische in kleinen, etwa 3-5 Liter, Boxen, ganz ohne Kies, Pflanzen und Filter.
Auch werden kleine und große Aquarien von 6 bis 54 Liter verwendet.
Jede Methode ist anders und jede führt zu einem anderen Erfolg. Und jeder Züchter weis genau welchen Fisch er auf welche Art verpaaren muss um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Sobald die Jungen anfangen sich etwas stärker zu bekämpfen werden diese vom Züchter getrennt und einzeln gesetzt. Dies nennt man Separieren.
Mit etwa 3-4 Monaten werden die Nachzuchten abgegeben, wobei in der Hochzucht die besten Nachzuchten behalten werden. Hierbei wird nach Flossen und Farben selektiert.
Larvengröße bei normalem Wachstum und normaler Fütterung mit zunehmenden Alter:
Alter |
Größe |
Betta Ei |
0,7 - 0,9 mm |
ein Tag |
2,5 - 3,0 mm |
1 Woche |
5,0 - 6,0 mm |
2 Wochen |
6,0 - 7,0 mm |
3 Wochen |
8,0 - 9,0 mm |
4 Wochen |
1,1 - 1,2 cm |
5 Wochen |
1,4 - 1,6 cm |
6 Wochen |
1,9 - 2,2 cm |
7 Wochen |
2,6 - 2,8 cm |
8 Wochen |
3,2 - 3,4 cm |
9 Wochen |
3,6 - 4,0 cm |
10 Wochen |
4,0 - 4,5 cm |
11 Wochen |
4,5 - 4,9 cm |
ab der 12. Woche ist das Wachstum in der Regel so gering, dass es kaum zu messen ist.
Die Tabelle ist nicht verbindlich. So können die Larven und Jungfsiche auch langsamer wachsen, jedoch können sie in der Hochzucht, bedingt durch das Futter und die Fütterrung, auch schneller wachsen.
-> weiteres zur Bettazucht ->
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