Fortpflanzung

Die Fortpflanzung beginnt damit, dass das Männchen ein Schaumnest baut. Dazu holt es Luft von der Oberfläche und spuckt sie mit einem Sekret vermengt wieder an die Wasseroberfläche zurück. Schwimmpflanzen dienen dem Männchen hierbei als Hilfe, um das Nest zu stabilisieren.

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Ein etwas erfahrenes Männchen, braucht für ein stabiles rund 0,5 cm dickes Nest einen Tag. Die Nester können bis zu 2 cm dick sein und einen Durchmesser von bis zu 25 cm aufweisen.

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Ist das Nest fertig und ein Weibchen ist leichwillig, beginnt die Balz. Hierbei schwimmt das Weibchen immer wieder in das Revier des Männchen, dieses reagiert mit gespreizten Flossen und Schwanzwedeln, die Pectoralen werden dabei schnell bewegt, ohne ein Vorankommen zu bewirken. Dann schwimmt das Männchen direkt unters Nest um das Weibchen anzulocken. Wenn dieses bereit ist, folgt es dem Männchen mit einer leicht auf die Seite gelegten Haltung, dabei ist der Kopf nach unten gerichtet um das Anfangs noch aggressive Männchen nicht zu reizen. In dieser Phase flüchtet das Weibchen meist noch vor dem Männchen. Wenn es das zweite Mal zu so einer Begegnung kommt, führt das Männchen das Weibchen wieder zum Nest, diesmal aber mit angelegten Flossen. Sobald sich das Weibchen nähern kann, stupst es dem Männchen in die Seite, lässt es dies zu, fangen die Tiere an sich zu umschwimmen und es kommt zur ersten Scheinpaarung.

Paarung

Die Scheinpaarungen ähneln den echten Paarungen, es kommt aber meist nicht zur kompletten Umschlingung, das Weibchen leicht nicht ab und die Fische verharren nicht in der Laichstarre. Die Scheinpaarungen dienen zur Gewöhnung an den Laichpartner, und das Einspielen aufeinander, damit die Abgabe der Geschlechtsprodukte gleichzeitig abläuft. Die Phase von der ersten bis zur letzten Umschlingung wird Laichphase genannt. Eine einzelne Ablaichung wird als Laichakt bezeichnet.

Nach mehreren Scheinpaarungen kommt es zur eigentlichen Paarung, dabei schwimmt das Weibchen dem Männchen wieder in die Flanke, doch jetzt umschlingt das Männchen das Weibchen und dreht es auf den Rücken. Durch ein kurzes, leicht sichtbares Zittern werden Eier und Spermien abgegeben. Die Eier fallen auf den Bauch und die Afterflosse des auf dem Rücken liegenden Weibchens, einige Eier fallen auch auf den Boden des Aquarium.

Paarung

Nun verharren die Fische drei bis vier Sekunden in einer Laichstarre, die man mit einer Totenstarre vergleichen kann. Das Männchen löst sich als erstes aus der Starre und sammelt sofort die Eier vom Bauch des Weibchens ab und fängt fast alle Eier auf, die Richtung Boden fallen. Auch die Eier die bis auf den Boden fallen werden nach und nach aufgesammelt. Die Eier werden ebenfalls mit Sekret angereichert und ins Nest gespuckt.

paarung

Nun auch endlich löst sich das Weibchen aus der Laichstarre, diese Verspätung ist notwendig damit das Weibchen die Eier nicht auffrisst, oder vom Männchen attackiert wird. Manchmal sammelt auch das Weibchen nun die Eier mit auf und spuckt sie in Nest. Der Laichakt wird bis an die zehn/zwanzig Mal wiederholt, danach vertreibt das Männchen das Weibchen aus dem Nestbereich, auch andere Fische werden ab sofort vertrieben.

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Der Akt der Paarung ist für die Fische sehr Energie raubend, deswegen brauchen sie viele Proteine. Gewöhnlich werden 50 bis 250 Eier abgelaicht, ab und zu auch mehr, davon können bis zu 75% als Nachzucht durchkommen.

Die Pflege der Eier übernimmt das Männchen alleine. Er pflegt das Nest in dem er es dicker macht und evt. gerissene Stellen stopfen tut. Gute Nester werden so bis zu 2-3 cm dick und haben einen Durchmesser von bis zu 25 cm. Das Männchen hört nie auf, das Nest weiter zu verfeinern. Seine anderen Aufgaben bestehen darin, nicht befruchtete, abgestorbene oder schimmelnde Eier aus dem Nest zu entfernen, die Eier umzuschichten damit alle den gleichen Sauerstoffgehalt bekommen und alle herunterfallenden Eier aufzusammeln und wieder ins Nest zu spucken.

Doch seine wichtigste Aufgabe ist es, den Laich zu beschützen. Hierbei wird jedes Tier zum Todfeind des sonst friedlichen Fisches, sogar die Laichpartnerin. Jeder Fisch wird aus dem Bereich des Nestes vertrieben.
Wird jedoch die Bedrohung durch Fressfeinde zu groß, nimmt das Männchen alle Eier ins Maul und verfrachtet sie in ein neues Nest an einer anderen Stelle. Hierbei geht jedoch fast die Hälfte der Brut verloren.

Bei allen Betta splendens Arten dauert die Entwicklung vom Ei bis zur Larve etwa 36 bis 48 Stunden, je nach Wassertemperatur. Die Larven hängen dann mit dem Dottersack nach oben im Nest, und bewegen sich sehr heftig. In dieser Phase kümmert sich das Männchen am meisten um die Jungfische. Immer wenn eine Larve aus dem Nest fällt wird sie sofort wieder ins Nest gespuckt. Hierdurch fallen wieder Larven aus dem Nest, so ist das Männchen die ganze Zeit mit der Brutpflege beschäftigt, dass es gar keine Zeit für die Nahrungsaufnahme hat. Nach etwa zwei bis drei Tagen, ist der Dottervorrat der Larven verbraucht und sie schwimmen frei herum. Anfangs versucht der Vater sie zurück zuspucken. Doch spätestens nach drei Tagen erlischt seine Brutpflege Motivation und die Jungen sind nun weiter nix mehr als leichte Beute, für ihn und auch für andere Fische, die nun nicht mehr vertrieben werden.

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Statistisch gesehen schnappt das Weibchen dreimal so oft wie das Männchen nach ihren Jungen. Züchter entfernen die Elterntiere, das Weibchen nach der Verpaarung und das Männchen nach der Brutpflege, damit genug Nachzuchten überleben. Man sollte aber aufpassen, dass man die Tiere nicht zu früh von einander trennt, da das Brutpflegeverhalten den Jungen sonst nicht richtig übermittelt wird.

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In den ersten Tagen, ernähren sich die Jungfische von Kleinstlebewesen wie Infusiorien und Kleintieren wie Mikrowürmern und Artemianauplien.

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Später werden auch extra Betta Granulate gefressen, sowei größeres Lebendfutter und Frostfutter.