Tipps

Hier haben wir einige Tipps aufgeführt, welche hilfreich sein können, bei der Pflege, Haltung und Zucht von Kampffischen der Art Betta splendens.

 

Tipp 1:

Vor einem Transport

Damit das Transportwasser nicht unnötig mit Ausscheidungen der Betta belastet wird, sollten diese in den 24 Stunden vor Beginn des Transports nicht gefüttert werden. In der Regel kann ein Betta mehrere Wochen ohne Futter auskommen. Auch Transporte über mehrere Tage und auch Wochen stellen meistens kein großes Problem dar.

Tipp 2:

Der Transport

Kampffische können in kleinen länglichen Transporttüten verpackt werden. In die Tüten gibt man bis zu 100 ml Wasser, ggf. zur Stressminderung mit etwas Seemandelbaumsud. Beim verschließen der Tüten ist darauf zu achten, das noch mindestens 50% Luft verbleiben. Man sollte nur Tüten verwenden, welche abgerundete oder abgeschrägte Ecken haben, damit beim Transport dort die Betta nicht stecken bleiben können und so am Luft holen gehindert werden.

Tipp 3:

Nach einem Transport

Kampffische benötigen nach einem Transport eine Ruhephase. In den ersten 8 Stunden nach dem Transport sollten Kampffische nicht gefüttert werden. Das Umsetzen in das neue Zuhause sollte langsam und behutsam erfolgen, denn unterschiedliche Wassertemperaturen und Wasserwerte könnten den Betta zu sehr stressen und er könnte Krank werden. Am besten setzt man neu erworbene Betta für mindestens 14 Tage in Quarantäne, denn der Transport könnte Krankheiten ausgelöst haben. Die Zugabe von einem Teil Seemandelbaumblatt oder etwas Seemandelbaumsud sorgt in der Regel für das Wohlbefinden des Betta, wirkt Streffmindernd und beugt Krankheiten vor.

Tipp 4:

Verpackung und Paket

Die Fischtüten sollten runde oder gestutzte Ecken haben, damit die Fische während des Transports dort nicht stecken bleiben können und somit am Luft holen gehindert werden.
Jeder Kampffisch sollte einzeln verpackt werden. Für den Fall das die Fischtüte kaputt geht, sollte man jeden Betta mit zwei Tüten verpacken – Tüte in Tüte.
Die Betta sollten generell in einer Styrobox verpackt und versendet werden. Damit die Fische in ihren Tüten nicht durch die Box rollen, sollten alle Hohlräume mit Zeitungspapier locker ausgestopft werden. Deckel drauf und gut zukleben. Je nach Transportunternehmen muss die Styrobox noch zusätzlich in einen Karton verpackt werden.
Bei Außentemperaturen und Nachtemperaturen von weniger als 18° Grad ist in die Styrobox ein Heatpack (Wärmekissen) mit hinein zu packen. Dieses Heatpack sollte man unter den Deckel der Styrobox kleben. Es darf keine direkte Verbindung zu den Fischtüten haben, schon gar nicht zu dem unterem Bereich der Tüten wo das Wasser und der Fisch enthalten sind. Heatpacks können bis über 45° Grad heiß werden, was die Fische dann nicht überleben können.
Bei sehr niedrigen Außentemperaturen und größeren Boxen ist es empfehlenswert mindestens 2 Heatpacks in die Box zu geben für den Fall, dass eines mal ausfällt.
Heatpacks gibt es mit unterschiedlichen Wärmedauerangaben. Man sollte dementsprechend auf die Dauer des Transportes abgestimmt diese verwenden.

Tipp 5:

Bodengrund

Kampffische mögen keinen hellen Bodengrund. Der Grund liegt darin, dass das Licht bei einem hellem Boden/Kies reflektiert wird und die Betta sich dadurch unwohl fühlen. Dies bedeutet Stress, wodurch die Fische Krank werden können und was sich auf die Lebenserwartung auswirkt.

Tipp 6:

Krankheiten

Betta splendens Hochzuchten sind recht anfällig für viele Krankheiten. Dies ist wohl bedingt durch die Hochzucht, der Inzuchtfaktoren und auch der sehr oft viel zu sauberen Aufzucht in sogenannten Cleanbecken.
Nicht jede Krankheit kann behandelt werden. Viele Krankheitsbilder und auch die Krankheitsverläufe ähneln einander sehr, weshalb man die meisten Aquarianer nicht genau sagen können um welche Krankheit es sich handelt.
Bei Krankheiten sollte man generell erst einmal den betroffenen Betta isolieren. Hierzu eignen sich hervorragend kleine Kunststoffboxen. In diesen kann man den Fisch viel besser sehen und mit Hilfe einer Taschenlampe auch besser und genauer betrachten. Ebenso ist es viel einfacher scharfe Fotoaufnahmen vom Fisch zu machen.
Bevor man in die Behandlung eingeht sollte man alles Mögliche versuchen um die Krankheit zu identifizieren.
Hierzu eignet sich speziell das www.kampffischforum.com im Internet, wo sich einige Fachpersonen fasst täglich finden und eventuell helfen können. Damit diese auch besser helfen können ist es sinnvoll den Fragebogen, welchen sie in diesem Forum unter der Rubrik „Krankheiten“ oben festgepinnt vorfinden.
Bis zur Identifizierung der Krankheit kann man dem Betta in der Box etwas Seemandelbaumsud zuführen.

Tipp 7:

Alternative Heilmittel

Um Krankheiten zu heilen muss man nicht immer gleich zur Chemie greifen. Es gibt auch sogenannte „alternative Heilmittel“. Die Wirkung dieser Mittel ist allerdings eher vorbeugend als heilend, jedoch manchmal besser als gleich zur Chemiekeule zu greifen.
Seemandelbaumblätter, Eichenblätter, Erlenzäpfen, usw. sind nur ein paar wenige alternativen zur Chemie. Auch die Verwendung von jodfreiem Salz kann helfen.
Weiteres zum Thema „alternative Heilmittel“ entnehmen sie bitte den Internetseiten www.kampffischnet.de und www.kampffischforum.com.

Tipp 8:

Lebend- und Frostfutter

Vorsicht bei Lebendfutter und Frostfutter. In Deutschland ist es oftmals sehr schwierig sauberes Lebendfutter zu bekommen. Oftmals sind Krankheitserreger und manchmal auch Schädlinge im Lebendfutter enthalten. Gerade in Zooläden und Zoofachgeschäften kommt es häufig vor, da diese darauf angewiesen sind so billig wie möglich einzukaufen.
Bei Frostfutter kommt noch erschwerend hinzu, dass häufig auf den Transportwegen die Kühlkette unterbrochen wird und das Frostfutter somit verdorben ist.
Am bestens direkt beim Hersteller kaufen, soweit er gewährleisten kann, dass das Futter einwandfrei geliefert wird.

Tipp 9:

Mitleidskäufe

Mitleidskäufe wird das Erwerben eines Betta aus einer schlechten Haltungsbedingung genannt. Die meisten Mitleidkäufe geschehen in Zooläden und Zoofachgeschäften, wo die Haltungsbedingungen meist absolut unakzeptabel sind. Der Betta-Liebhaber kommt dabei des Öfteren in die Versuchung den armen Betta aus dieser Lage befreien zu wollen.
Einerseits ist es Ehrenhaft, andererseits wird durch einen Mitleidkauf der Platz im Becken für den nächsten Betta wieder frei und der Verkäufer wird in die Position gebracht sich zu denken dass er nichts an seiner Haltung ändern muss, weil die Kampffische sich trotzdem verkaufen.
Besser man kauft seine Betta bei namhaften Züchtern. Bei diesen kann man meist auch vor Ort die Tiere ansehen und sich die Haltungsbedingungen betrachten.
Namhafte Züchter findet man im www.kampffischforum.com.

Tipp 10:

folgt bald